Carrozzeria Boano

1954 - 1957

In den Jahren 1954 bis 1957 entstanden bei der Carrozzeria Boano in Grugliasco (Turin/Italien) eine Reihe von Sportwagen. Gegründet hatte das Unternehmen Mario Felice Boano (1903-1989) gemeinsam mit seinem Sohn Gian Paolo und seinem Partner Luciano Pollo. Einige der wunderschönen Modelle stammten von dem talentierten und dennoch sowenig beachteten Boano selbst. Überwiegend übernahm der Karosseriebauer jedoch die handwerkliche Umsetzung von Fremdentwürfen. Boano arbeitete vor der Eröffnung seiner Karosserieschmiede bei namhaften Automobildesignern wie der Carrozzeria Vignale oder der Carrozzeria Ghia als Entwickler. In den Jahren 1944 bis 1953 war er Geschäftsführer und Teilhaber bei Ghia.
Bei den ersten Aufträgen Boanos handelte es sich um Einzelanfertigungen für Alfa Romeo und Abarth. Eines der schönsten Modelle aus der Karosserieschmiede war ein Sportwagen für den argentinischen Präsidenten Juan Peròn. Der Wagen basierte auf einem gebrauchten Alfa Romeo 6C 3000er Fahrgestell, das Boano mit einem Coupé-Aufbau ähnlich dem Disco Volante versah. Analog zum Präsidentenfahrzeug baute der Designer einige Automobile auf Basis des Alfa Romeo 1900 SS.
Ab dem Jahr 1956 entstanden in der Karosseriewerkstatt überwiegend Sonderkarosserien auf Ferrari-Fahrgestellen, unter anderem das Ferrari 250 GT Coupé, das wohl bekannteste Fahrzeug aus dem Hause Boano. Insgesamt produzierte die Carozzeria Buano von dem schicken Sportwagen 65 Stück. Entworfen hatte den 250 GT Pininfarina, Boano designte 1956 den Cabriolet-Aufbau. In der Zeit von 1955 bis 1957 verwendete der Karosseriebauer Fahrgestelle des Alfa Romeo 1900 für einen zweitürigen Wagen mit dem Namen Primavara. Den Primavara lehnte Boano optisch an den Ferrari 250 GT an. Neben den beiden Hauptauftraggebern Ferrari und Alfa Romeo arbeitet die Karosserieschmiede für Jaguar und Lincoln.
Nach der Übernahme der Leitung durch des Fiat Centro Stile 1957 stellte die Carrozzeria Boano ihre Tätigkeit weitestgehend ein. Produktionsaufträge übernahm das Nachfolgeunternehmen Carrozzeria Ellena von Boanos Schwiegersohns Ezio Ellena. 1966 schloss auch die Carrozzeria Ellena ihre Tore.

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