Alfa Romeo 158/159/160

1937 - 1952

Der Alfa Romeo 158/159, die Alfetta oder in Italien auch der kleine Alfa genannt, zählt zu den erfolgreichsten Rennwagen, die jemals gebaut wurden. Diese schicken Fahrzeuge schrieben mit ihren 47 Siegen bei 54 Grand Prix Starts Rennsportgeschichte. Entstanden war die von Enzo Ferrari beauftragte und von Gioacchino Colombo konstruierte einsitzige Voiturette bereits 1937. Sie besaß einen Reihenmotor mit 1479 cc und einen einstufigen Roots-Kompressor, bei den ersten Tests lieferte die Maschine bereits beachtliche 190 PS bei 6500 U/min. Nach einer Modifizierung 1938 produzierte der kleine Motor 220 PS, weitere Abwandlungen steigerten die Leistung im Laufe der Jahre auf 350 PS bei 8500 U/min. Die Acht stand beim 15er ursprünglich für 8 Zylinder. Bis der „Tipo 159“ die Voiturette ablöste, erhielt der Rennwagen unter anderem zwei Gleitlager für die Querblattfederung, zudem legten die Konstrukteure den Schwerpunkt niedriger. Damit erreichte der 158er eine Agilität, die ihn zu einem der größten Konkurrenten für die Giganten seiner Zeit machte.

Als Tipo 159 setzte Alfa Romeo den modifizierten 158er 1951 in der Formel 1 ein, danach zog sich der Italiener vorerst aus dem Rennsport zurück. Seine 310 km/h zog der 159er weiterhin aus dem kleinen Motor, allerdings ersetze Alfa Romeo den Einstufenkompressor durch einen Zweistufenkompressor und lagerte die Kurbelwelle neunfach. Zudem erhielt der Rennwagen eine de Dion-Hinterachse, eine angetriebene Starrachse mit getrennt eingebautem Differenzial. Gefahren wurde der 159er mit einem Treibstoffgemisch aus 98,5 Prozent Methanol, 0,5 Prozent Wasser sowie einem Prozent Rizinusöl. Die letzte Version des Rennwagens hatte 420 PS bei 9600 U/min mit einer Kraftübertragung von 382 Nm.