Alfa Romeo 8C

1931 - 1938

1931 entstand auf Basis des 6C 1750 der 8C 2300 als Weiterentwicklung für den Rennsport. Der Wagen mit dem versteiften Chassis erhielt einen 2,3-Liter-Motor mit Roots-Kompressor und hatte in der Rennversion beachtliche 165 PS, die Straßenversion immerhin noch 142 PS. Die Zylindereinheit setzte sich aus zwei Leichtmetallhalbblöcken zusammen, die Zylinderlaufbuchsen waren aus Stahl gefertigt. Bei den zweigeteilten Leichtmetallzylinderköpfen handelte es sich um eine Weltneuheit. Je nach Kundenwunsch fertigte Zagato, Castagna, Figoni, Pininfarina oder ein anderer bekannter Karosseriebauer den Aufbau für den 8C an. Den Wagen gab es sowohl als Cabriolet als auch sehr elegantes Coupé. Im Rennsport errang der Bolide nach einem etwas missratenen Debüt zahlreiche Siege und galt als bester Rennwagen seiner Zeit.

Alfa Romeo produziert von der Chassis-Einheit 188 Stück.

Zur 8C-Serie gehörten auch der Bimotore von 1935 sowie der 8C Typ LeMans und der Monza. Im Gegensatz zum 8C 2300, den Jano konstruierte, war der Bimotore eine Entwicklung von Luigi Bazzi für Ferrari. Die beiden gebauten Rennversionen hatten einen Motor vorne sowie einen weiteren Motor hinten, zwischen Kupplung, Getriebe und Fahrersitz, wodurch sich Masse reduzieren ließ. 1937 brachte Alfa Romeo den 8C 2900 auf den Markt. Bei der ersten Version von 1934 handelte es sich um ein Zweisitzer-Chassis, das auch rennstreckentauglich war. Ab 1937 stand das Modell 8C 2900 B als offener 2-sitziger, kurzer Rennwagen sowie als langes 4-sitziges Touring-Coupé zur Verfügung. Bei einer Versteigerung von Christies erreichte ein 8C 2900 mit Pininfarina-Cabriolet-Karosserie den Rekordwert von 4,072 Millionen (!) US-Dollar, knapp 3 Million Euro.