Alfa Romeo Alfetta

1972 - 1984

Alfa Romeo baute die Alfetta, eine viertürige Fließhecklimousine der gehobenen Mittelklasse, in der Zeit von 1972 bis 1984, 1974 kam das Alfetta Coupé hinzu. Das Konkurrenzprodukt zur Berlina 1750/2000 war oberhalb der Giulia angesiedelt. Die Alfetta löste bereits bei der Markteinführung aufgrund des agilen Handlings sowohl bei der Fachpresse als auch dem internationalen Publikum positive Resonanz aus. Insgesamt produzierte Alfa Romeo 400.000 Exemplare dieses beliebten Modells.

Bei den Motoren, die Alfa Romeo für die Alfetta verwendete, handelte es sich um bewährte Technologien anderer Modelle. Die erste Version erhielt die 1,8-Liter-Maschine des 1750er mit 122 PS, ab 1977 gab es die Alfetta mit dem modifizierten 2-Liter-Motor der Giulia mit 121 PS beziehungsweise 130 PS. Im Jahr 1979 folgte eine Version mit Turbodiesel, anfangs mit 82 PS, bei der 2,5-Liter-Maschine ab 1983 mit 95 PS. Neu war die Transaxle-Bauweise, die Alfa Romeo bei allen Modellen einsetzte. Dadurch, dass das Differenzial und das Getriebe bei dieser Technologie auf der Hinterachse sitzen, ergibt sich ein Gewichtsverhältnis von Vorder- zu Hinterachse von 50:50. Fahrzeuge mit Transaxle-Bauweise zeichnen sich neben einem ausgewogenen Fahrverhalten insbesondere durch eine bessere Traktion und damit verbesserte Straßenlage aus.

Zum Kultfahrzeug mit hohem Sammlerwert entwickelten sich die Alfetta GT sowie die leistungsstarke Alfetta GTV 6. Der Vierzylinder-Motor der beiden Modelle lieferte je nach Version zwischen 108 PS und 131 PS, zudem war das Sportcoupé in geringer Stückzahl in einer 2-Liter-Turbo-Version erhältlich. Nach dem Facelifting 1980 kam der GTV 6 mit einem 2,5-Liter-V6-Motor in den Handel, das Präfex Alfetta verschwand aus der Modellbezeichnung.