Alfa Romeo GS Quattroruote

1965 - 1967

Ursprünglich baute Alfa Romeo den Grand Sport Quattroruote lediglich als Blickfang für die Detroit Motor Show 1965. Das Fahrzeug verdankt seinen Namenszusatz dem Automagazin Quattroruote, in dem ein Artikel über den Retro-Alfa erschienen war. Beim Grand Sport Quattroruote handelte es sich um eine Replik des 1750er Gran Sport der 1930 Jahre. Erculo Spada im Hause Zagato konstruierte den schicken zweisitzigen Roadster mit dem historischen Aufbau.

Der handgefertigte Klassiker entstand auf der Plattform der Giulia Typ 101, besaß einen 1,6-Liter-Twin-Cam-Motor mit doppelter Nockenwelle und hatte 101 PS. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 156 km/h. Die Karosserie aus Aluminiumplatten befand sich auf einem Chassis mit traditionellem Zagato-Rohrrahmen, Trommelbremsen vorne und hinten sorgten für ein ausgezeichnetes Bremsverhalten. Trotz der klassischen Form und der soliden Technik konnte das Konzept sich nicht durchsetzten, je nach Quelle liefen bei Alfa Romeo von den beiden Versionen „Normal“ und „Extra“ insgesamt lediglich 82, 92 respektive 100 Stück vom Band. 1967 stellte der italienische Automobilhersteller die Produktion bereits wieder ein. Der "neue alte" Zagato-Roadster verschwand von den Straßen und geriet in Vergessenheit, sodass die heute wenigen noch existierenden Modelle einen beachtlichen Sammlerwert besitzen.

Mit dem von der Carrozzeria Pettenalla gebauten Pettenella Leontina Sport 'Zagato' Roadster kam in den 1975/1976 Jahren nochmals kurzzeitig eine Replik des wunderschönen 1750er Gran Sport in den Handel, der (falls überhaupt erhältlich) ebenfalls unter dem Namen Grand Sport Quattroruote angeboten wird.

Baureihe Alfa Romeo GS Quattroruote
1965 - 1967