Alfa Romeo Giulietta

1954 - 1965

Mit der ersten Generation der von Bertone konstruierten Giulietta kam Alfa Romeo mit einem Fahrzeug auf den Markt, dessen Erfolge bis in 21. Jahrhundert reichen. Jung und dynamisch, dabei mit dezent Eleganz und herausragender Leistung präsentierte sich die Giulietta schon 1954. Neun verschiedene Varianten mit unterschiedlicher Motorisierung gab es von der Urgiulietta, die Leistung des 1,3-Liter-Motors variierte in Abhängigkeit vom Modell. Bei der Berlina stand 50 PS bis 74 PS zur Auswahl, beim Sprint 64 PS bis 90 PS, beim Spider 80 PS bis 90 PS, der SZ sowie der SS verfügten über stolze 100 PS. Die hochmotorisierten Ausführungen ließen sich am Zusatz erkenne, bei der Berlina war es das ti für Turismo Internazionale, beim Spider beziehungsweise beim Sprint Veloce für schnell. Spider und Sprint brachten es auf Spitzengeschwindigkeiten von 165 km/h und förderten dadurch das Image von Alfa Romeo als sportlich-elegante Marke. Dass es sich bei einem Fahrzeug um einen Alfa handelte, hörten Kenner am markanten Auspuffgeräusch. Die Verkaufszahlen sprachen für das Konzept, vom Sprint und Sprint Veloce produzierte Alfa Romeo bis 1962 insgesamt 27.142 Stück, vom Spider und Spider Veloce ebenfalls bis 1962 beachtliche 17.096. Die Berlina und Berlina ti brachten es zusammen bis 1964 auf 131.775 Stück. Auch die Produktionszahlen des teuren Zagato mit 1366 Fahrzeugen, sowie der Sondermodelle Promiscua und Sprint Special, insgesamt 291 Fahrzeuge, wiesen auf ein Erfolgsmodell hin. Bis Mitte der 1960 Jahre besetzt Alfa Romeo mit dem sportlichen Mittelklassemodell eine Marktnische, erst dann erkannte BMW als erster Konkurrent das Erfolgsrezept und brachte ähnlich sportliche Mittelklassefahrzeuge in den Handel.