Alfa Romeo P

1923 - 1934

Beim P1, dem G.P.R., handelte es sich ebenfalls um einen Rennwagen von Giuseppe Merosi. Die Karriere des 1,9-Liter-Sechszylinders mit Doppelzündung sollte 1923 beim Grand Prix in Monza starten. Als jedoch Ugo Sivocci beim Training am Vortag des Rennens auf nasser Fahrbahn tödlich verunglückte, sagte Alfa Romeo die Teilnahme am ab. Der Tod von Sivocci beendete nicht nur die Saison für Alfa Romeo, sondern bedeutet auch das Ende des P1. 1924 folgte der P2, eine Konstruktion von Vittorio Jano. 140 PS zog der kompressoraufgeladene Achtzylinderreihenmotor aus seinen zwei Litern und brachte es damit auf erstaunliche 224 km/h. Mit Alberto Ascari am Steuer brachte der P2 Alfa Romeo eine Reihe von Siegen, unter anderem beim Grand Prix 1925 den ersten Weltmeistertitel.

Insgesamt erreichten die sechs gebauten P2 bis 1930 18 Siege und 20 Platzierungen.

Leiter des Rennstalls war zu dieser Zeit Enzo Ferrari, der 1924 zu Fiat wechselte. Die beiden letzten erhaltenen P2 stehen heute im Werksmuseum in Arese. Der 1932 ebenfalls von Jano gebaute Typ B, der als Hommage an den P2 später in P3 umbenannt wurde, erreichte 235 km/h Höchstgeschwindigkeit. Er besaß eine doppelte Kardanwelle, welche die 225 PS des kompressorbetriebenen, vortriebswilligen 2,7-Liter-8-Zylinder-Reihenmotors optimal auf die Hinterräder übertrug. Sehr grazil und schlank, dabei vollgepackt mit technischen Innovationen wie ein Fahrercockpit im Mittelbereich und eine v-förmigen Anordnung der Kardanwellen, verhalf der P3 Alfa Romeo zu insgesamt 29 Titeln. Bereits bei seinem Debüt 1932, dem Grand Prix auf dem Nürburgring, konnte der Bolide einen Sieg verzeichnen. Alfa Romeo produzierte 15 Fahrzeuge des schicken Einsitzers.