Carrozzeria Allemano

1928 - 1965, Italien

Im Jahr 1928 gründete Serafino Allemano in Turin eine Reparaturwerkstatt für Automobile mit dem Namen Carrozzeria Allemano. Sieben Jahre später, 1935, begann Allemano eigene Karosserien zu gestalten. Während des Ersten Weltkriegs musste er wie seine Kollegen die Produktion von Zivilfahrzeugen aussetzen, nahm diese jedoch mit Unterstützung seines Neffen Mario nach Kriegsende wieder auf. Bei seinem ersten Auftrag nach dem Zweiten Weltkrieg, in den späten 1940er Jahren, handelte es sich um eine Neuinterpretation des Ferrari 166s. Allemano arbeitete dabei mit dem Designer Giovanni Michelotti zusammen, der über die Jahre eine Vielzahl von Projekten des Karosseriebauers begleitete. Die Mehrzahl der Karosserien konstruierte Allemano jedoch weiterhin selbst. Auf den Ferrari folgte ein Alfa Romeo 6C 2500. Ab Beginn der 1950er Jahre verwendete der Karosseriebauer für seine Konstruktionen überwiegend Fahrgestelle von Lancia und Fiat.

Bekannte Kreationen Allemanos sind beispielsweise eine Version des 1954er Fiat 1100 als Coupé und Cabriolet sowie ein Lancia Aurelia Cabriolet. Einen internationalen Namen machte sich das Unternehmen durch die sechs Rennwagen vom Type Panhard Dyna 750 Coupé, den Maserati 5000 GT sowie die 1954 gebauten 21 Maserati A6G 2000. In der Produktionsliste des genialen Karosseriebauers befinden sich neben anderen drei Fiat 1100 TV, einige Abarth 750, ein 1957 gebauter Prototyp des Maserati 3500 sowie eine Spezialversion der Renault Dauphine. Viele Fahrzeuge waren Einzelanfertigungen oder wurden lediglich in Kleinserien produziert. Aufgrund der zunehmenden Verwendung von selbsttragenden Karosserien ging die Aufträge für Sonderaufbauten bei Exklusivautomobilen in den 1950er Jahren zurück, sodass die Carrozzeria Allemano 1965 ihren Betrieb einstellte.