Carrozzeria Bertone

1912, Italien

Im Jahr 1912 gründete der geniale Stellmacher Giovanni Bertone (1884-1972) seine Werkstatt für die Herstellung und das Design von Karosserien unter dem Namen Carrozzeria Bertone. Bei seinem ersten Auftrag 1921 handelte es sich um einen Torpedo von SPA (Società Ligure Piemontese Automobili, 1925 von Fiat übernommen). Der elegante Wagen basierte auf dem zweisitzigen SPA.

Wie sein Konkurrent Zagato arbeitete der renommierte Karosseriebauer für verschiedene Automobilhersteller im In- und Ausland. Bertones Fahrzeuge befanden sich bezüglich Leistung und Stil stets unter den schönsten ihrer Art. Unternehmen wie Lamborghini, Lancia, Citroën oder BMW ließen Karosserien von Bertone entwerfen. Für Alfa Romeo konstruierte die Karosserieschmiede unter anderem den futuristischen Alfa Romeo BAT (1953/1955), die Giulietta Sprint (1954), den stylishen Alfa Romeo Carabo (1968), den Montreal (1966) und 2010 den Prototyp Pandion.

In den 1950er Jahren symbolisierten Bertone-Fahrzeuge Eleganz, Avantgarde und guten Geschmack in Verbindung mit innovativer Technik. Die Alfa Romeo Giulietta Sprint Speziale mit ihrer futuristischen, aerodynamischen Optik erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Aus einer klassischen Familienlimousine, der Giulia 1900, hatte der Karosseriebauer einen Sportwagen geformt. Aufgrund seiner hohen Leistung trug dieser offiziell das Stigma "untragbar" - was die Begeisterung für den Wagen nicht minderte. Die abgeschwächte Version, die Giulietta Sprint, bedeutet den Durchbruch für das Unternehmen. Alfa Romeo plante ursprünglich nur eine Kleinserie, in der Zeit von 1954 bis 1965 liefen jedoch mehr als 36.000 Fahrzeuge vom Band.

In den 1970er Jahren verblüffte das italienische Unternehmen mit einem extremen Sportwagen, dem Lancia Stratos 0. Ein kompromissloses Fahrzeug, 90 Zentimeter hoch, der Fahrgastraum lediglich durch eine aufklappbare Windschutzscheibe erreichbar. Der Fahrer selbst saß zwischen den Vorderrädern eingezwängt. Lancia veränderte das Bertonekonzept stark und machte aus dem Stratos 0 den Stratos HF. Der überaus erfolgreiche Rennwagen gewann die Rallye-Weltmeisterschaften 1974, 1975 und 1976.

Zum Trendsetter entwickelte sich Bertone mit seinen in den 1980er und 1990er Jahren produzierten Sportwagenträumen. Zudem experimentierte das Unternehmen mit alternativen Energien wie Elektro-Autos. Spektakulär war der ZER (Zero Emission Record), ein Einsitzer mit batteriebetriebenem Motor, der die bis heute ungebrochene Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h erreichte.

Ende der 1990er Jahre zeigten sich die ersten dunklen Wolken am Horizont. Mit dem Tod von Nuccio Bertone 1997 begann ein langsames Sterben. Das Unternehmen geriet in eine finanzielle Schieflage und sah sich Mitte der 2000er Jahre gezwungen die Fabrik in Grugliasco an den Automobilhersteller Fiat zu verkaufen. Die Designschmiede blieb jedoch unabhängig und konnte sich vorerst über Wasser halten. 2008 meldete die Carrozzeria Bertone erstmals Insolvenz an, rettet sich jedoch bis 2011 durch die Veräußerung von Ausstellungsstücken des Bertone-Museums. Trotz aller Bemühungen ließ sich das endgültige Aus nicht mehr abwenden. 2014 endete mit der Schließung der Carrozzeria Bertone eine Ära von 102 Jahren ästhetischer Meisterleistungen. Für das Unternehmen hatten die besten Autodesigner der Welt gearbeitet, unter anderen so klangvolle Namen wie Giogetto Giugiaro oder Marcello Gandini.

Carrozzeria Bertone

6C 2500 Super Sport

1942 Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport Bertone

1900 Sport

1954 Alfa Romeo 1900 Sport Spider

Giulietta Sprint

1954 Alfa Romeo Giulietta Sprint

Giulietta Sprint

1959 Alfa Romeo Giulietta Sprint

Giulietta Sprint

1957 Alfa Romeo Giulietta Sprint

Giulietta Sprint

1958 Alfa Romeo Giulietta Sprint

Giulietta Sprint Veloce

1958 Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce

Giulietta Sprint Speciale

1960 Alfa Romeo Giulietta SS – Historic Race Car

Giulietta Sprint

1960 Alfa Romeo Giulietta Sprint

Giulietta Sprint Veloce

Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce

Giulietta Sprint Veloce

1960 Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce "Corsa"

2000 Sprint

Alfa Romeo 2000 Sprint 1962

2600 Sprint

Alfa Romeo 2600 Sprint Bertone

Giulia Sprint

1962 Alfa Romeo Giulia Sprint

2600 Sprint

1963 Alfa Romeo 2600 Sprint (converted to right-hand drive)

1300 Sprint

1964 Alfa Romeo 1300 Sprint

Giulia Sprint GT

1964 Alfa Romeo Giulia Sprint GT

Giulia Sprint GT Veloce

Alfa Romeo Giulia Sprint GT Veloce

Giulia Sprint GT Veloce

1967 Alfa Romeo Giulia Sprint GT Veloce

Giulia Sprint GT Veloce

1967 Alfa Romeo Giulia Sprint 1600 GT Veloce

Giulia Sprint GTA

1965 Alfa Romeo Giulia Sprint GTA

Giulia Sprint GTA

1965 Alfa Romeo Giulia Sprint 1600 GTA

Giulia Sprint GTA

1967 Alfa Romeo Giulia Sprint GTA

Giulia Sprint GT Veloce

1966 Alfa Romeo Giulia Sprint GT Veloce

GT 1300 Junior

1971 Alfa Romeo GT 1300 Junior

GT 1300 Junior

1969 Alfa Romeo GT 1300 Junior

GT 1300 Junior

1971 Alfa Romeo GT 1300 Junior blue

GT 1300 Junior

1969 Alfa Romeo GT 1300 Junior

1750 GT Veloce

1968 Alfa Romeo 1750 GT Veloce

1750 GT Veloce

1971 Alfa Romeo 1750 GT Veloce

1750 GT Veloce USA

1971 Alfa Romeo 1750 GT Veloce

GTA 1300 Junior

1968 Alfa Romeo 1300 GTA Corsa

GTA 1300 Junior

1975 Alfa Romeo GTA Junior Stradale

Montreal

1973 Alfa Romeo Montreal

Montreal

1972 Alfa Romeo Montreal

2000 GT Veloce

1974 Alfa Romeo 2000 GT Veloce

2000 GT Veloce

1972 Alfa Romeo 2000 GT Veloce

Montreal

1971 Alfa Romeo Montreal

GT 1600 Junior

1973 Alfa Romeo GT 1600 - Race prepared GR 5

GT 1600 Junior

1973 Alfa Romeo GT 1600 Junior