Carrozzeria Brianza S.A.

1930 - 1938, Italien

Anfang der 1930er Jahre war die Carrozzeria Brianza Teil der Firma Zagato. Ugo Zagato, der Gründer der Carrozzeria Zagato, befand sich in einem finanziellen Engpass. Die begüterte Rennfahrerfamilie Ascari gewährte ihm finanzielle Hilfe, sodass Zagato seine Probleme bis 1933 bereinigen konnte.

Der Name Ascari ist eng mit dem Rennsport und Alfa Romeo verbunden. 1919 begann Antonio Ascari, der Sohn eines lombardischen Getreidehändlers, seine Karriere als Rennfahrer. 1923 erfuhr er mit einem Alfa Romeo P2 den Sieg beim Rennen von Cremona. Sein Sohn, Alberto Ascari, holte sich 13 Grand Prix Siege und gewann zwei Weltmeistertitel. Die Carrozzeria Falco Vittorio Ascari gehörte bis zur Übernahme durch die Carrozzeria Touring 1923 der Familie Ascari. Zagato formte aus der Ascari-Firma Dux die Carozzerie Zagato. Die verschiedenen Firmen waren eng miteinander verbunden, die Carrozzeria Brianza blieb bis 1938 aktiv am Markt und arbeitete für Alfa Romeo, Maserati und Lancia.

Das bekannteste Modell der Carrozzeria Brianza war der Alfa Romeo 8C 2600 Monza Spider Brianza, der 1934 die Mille Miglia gewann. Aus der Karosserieschmiede stammte zu dem ein Alfa Romeo 8C 2300 Spider und ein Alfa Romeo 6C 1750 Spider. Die noch erhaltenen Modelle von Brianza erreichen heute auf Auktionen Spitzenpreise. Ein Alfa Romeo 8C-35 Grand Prix in gutem Originalzustand aus den 1930er Jahren wurde bei einer Versteigerung für 9,4 Millionen Dollar (!!!) verkauft. Ein Alfa Romeo 8C 2300 Monza Spider Brianza, von dem die Karosserieschmiede lediglich zehn Fahrzeuge gebaut hatte, bracht 2010 6,71 Millionen Dollar.