Carlton Carriage Company

Vereinigtes Königreich

Der britische Karosseriehersteller Carlton Carriage Company hatte seinen Sitz in Willesden, im Norden von London. Das Unternehmen entwarf und stellte in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen, in der Zeit von circa 1918 bis circa 1939, Sonderaufbauten für namhafte englische und amerikanische Automobilproduzenten her. Dabei handelte es sich entweder um Einzelstücke oder um Kleinserien. Firmiert hatte die Karosserieschmiede bei der Eröffnung als Kelvin Carriage, der Ursprung ist allerdings nicht bekannt. Im Jahr 1925, nach der Übernahme durch einen Mehrheitseigner, wurde die Firma in Carlton Carriage Company umbenannt.

In den 1920er Jahren bestand eine enge Verbindung zu Waverley Cars, auf dessen Werksgelände sich die Karosseriewerkstatt befand. Die Firma fertigte dort Sonderaufbauten auf Basis der Fahrgestelle von Buick, Hudson, Pontiac, Chrysler, Oldsmobile und Essex an. Hinzukamen Karosserien für gehobene Marken wie Talbot oder Humber, deren Vertrieb über Vertragshändler erfolgte.

Als die Umsätze aufgrund der starken Konkurrenz sanken, arbeitete Carlton in den 1930er Jahren als Subunternehmer. Anfangs übernahm die Firma Aufträge des Karosseriedesignbüros Offord & Sons, später kam die Connaught Motor & Carriage Company hinzu. Während dieser Zeit fertigte die Carlton Carriage Company überwiegend Unikate für Luxuswagenhersteller wie Rolls Royce, Bentley, Delage und Hispona-Suiza an.

Zu den wenigen bekannten Modellen aus London zählt der Daimler DB 18 Drophead Coupé von 1939. Der britische Premierminister Winston Churchill fuhr den Wagen bei seinem Wahlkampf 1944 und 1949. Während des Zweiten Weltkriegs lag die Karosseriefertigung still und wurde nach Kriegsende nicht wieder aufgenommen. Als Reparaturwerkstatt gab es die Carriage Company noch bis 1965.

Carlton Carriage Company

6C 1500 Super Sport

Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport Works Carlton