Carrozzeria Colli

1931 - 1973, Italien

Anno 1931 gründete der italienische Karosseriebauer Giuseppe Colli mit seinen vier Söhnen Beniamino, Candido, Mario und Tarcisio die Carrozzeria Colli. Sowohl Vater Giuseppe als auch dessen Sohn Beniamino erlernten ihr Handwerk bei der nahegelegenen Carrozzeria Touring. Die jungen Automobildesigner spezialisierten sich auf die Verwendung von Aluminium. Umfassende Kenntnisse in der Verarbeitung des leichten Metalls sorgten dafür, dass sich die kleine Firma rasch in der Sparte Sport- und Rennfahrzeugkarosserien etablierte.

Zu den ersten Modellen aus dem Hause Colli gehörte der Fiat 1100. Er basierte auf dem Fiat 500, der zusammen mit dem Lancia Astura und der Aprillia in der Anfangszeit die bevorzugen Grundmodelle lieferte. Neben Sport- und Rennwagen produzierte die Manufaktur einige Straßenfahrzeuge, die auf dem Chassis des Fiat 1100B und des Fiat 1500D beruhten. Darunter befand sich auch ein sehr gelungenes Vollaluminium-Coupé.

Nach einem Ausflug in die Welt der Motorboote, dem Design verschiedener BMW-Variationen und einiger Formel-3-Fahrzeuge avancierte die Carrozzeria Colli ab 1952 zum offiziellen Karosseriebauer für Alfa Romeo. Das Unternehmen konstruierte unter anderem verschiedene 6C 2500SS sowie eine Singleversion des Disco Volante. Zu einem heute begehrten Sammlerobjekt wurde der 1953 entwickelte Alfa Romeo 6C 3000 CM. Ausgestattet war das Fahrzeug mit einem 6-Zylinder-Reihenmotor. Seine 3,5-Liter-Maschine leistete bei 6.500 U/min 275 PS. Der schicke Sportwagen erreichte damit eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. 1955 bauten die Collis für den Rennstallbesitzer Conte Giovanni Volpi einige auf einem Maserati basierende Arzani-Volpini. Ab den 1960er Jahren brachten sie für Alfa Romeo verschiedene Modelvarianten der Guiletta, der Giulia, der 1900er Limousine sowie den viersitzigen 1900 Sprint auf den Markt. Im Jahr 1973 schloss die Carrozzeria Colli ihre Pforten.

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