Studi Italiani Realizzazione Prototipi S.p.A

1968, Italien

Am 13. Februar 1968 eröffneten die beiden Familien Giugiaro und Mantovini die Karosseriewerkstatt Studi Italiani Realizzazione Prototipi S.p.A. in Turin. Seit 2010 gehört Italdesign mit 90,1 Prozent zur Volkswagen AG, die restlichen 9,9 Prozent befindet sich im Besitz der Familie Giugiaro. Das Unternehmen wird von Fabrizio Giugiaro, dem Sohn des genialen Gründers Giogetto Giugiaro, geleitet.

Der in der Kleinstadt Cuneo 1938 geborene Giogetto Giugiaro stammte aus einer Künstlerfamilie, sein Vater und sein Großvater waren bekannte Maler. Giugiaros Karriere als Karosseriedesigner ergab sich mehr oder minder durch Zufall. Das junge Talent studierte in Turin Kunst und wechselte während des Studiums zu Kursen für technisches Design. Bei einer Ausstellung entdeckte der technische Direktor von Fiat, Dante Giacosa, die Entwürfe und erkannte die Begebung. Ab September 1955 arbeitete Giugiaro bei Fiat in der Abteilung für Designstudien von Spezialfahrzeugen. 1959 wechselte er zu Bertone, wo er seine Ausbildung als Karosserieentwickler beendete.

Einen Namen machte sich Giugiaro mit seinen Entwürfen für eine Reihe von Sportwagen, unter anderem 1961 mit dem Aston Martin DB4GT Jet und dem Maserati 5000 GT. Es folgten 1962 der Ferrari 250 GT, 1963 der Chevrolet Corvair Testudo sowie 1964 der Alfa Romeo Canguro. Neben den Sondermodellen stammen zahlreiche Serienmodelle wie der Alfa Romeo 2000/2600 Sprint, die Gidia GT, der BMW 3200 CS und der Fiat Dino Coupé von Giugiaro.

Im eigenen Unternehmen fertigte Giugiaro neben einer Vielzahl von Zeichnungen für Fiat auch Entwürfe für andere namhafte Hersteller wie Maserati, Audi, Lancia und Saab an. Im Gegensatz zu den klassischen Karosseriedesignern baute Giugiaro die Aufbauten jedoch nicht selbst, sondern lieferte lediglich die Konstruktionspläne.