Moretti Fabbrica Automobili e Stabilimenti Carrozzeria

1925 - 1989, Italien

Die Moretti Fabbrica Automobili e Stabilimenti Carrozzeria in Turin wurde von Giovanni Moretti im Jahr 1925 gegründet. In der Anfangszeit baute der Unternehmer leichte Motorräder, die er teilweise für Transportzwecke mit drei Rädern und einer kleinen Ladefläche ausstattete. Im Jahre 1926 konstruierte er mit der Moretti 500 sein erstes Automobil. Für das bis in die 1930er Jahre vielfach nachgebaute Modell verwendete der Designer einen Motorradmotor, den er in einer dreisitzigen Karosserie unterbrachte. Grundsätzlich beinhalteten die Fahrzeuge der Karosserieschmiede bis in die 1950er Jahre von Moretti selbst konstruierte Motoren. In späteren Jahren konzentrierte sich die Firma auf die Anfertigung von Sonderkarosserien, die überwiegend auf Fiat-Fahrgestellen basierten.

Nachdem Moretti während des Zweiten Weltkriegs Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb im Regierungsauftrag produziert hatte, wendete er sich ab 1946 wieder den Zivilfahrzeugen zu. Moretti verzichtete weiterhin auf Fremdkomponenten und entwarf sowohl die Motoren als auch die Karosserien selbst. Neben den serienmäßig fabrizierten Kleinwagen sowie den Fiat-Sondermodellen entstanden auf Kundenwunsch spezielle Karosserien für italienische Sportwagen. In den 1970er und 1980er Jahren baute Moretti einige Prototypen, die jedoch keine Serienreife erlangten. Darunter befand sich ein auf der Alfa Romeo Giulietta basierender Kombi. Ende 1989 stellte die Moretti Fabbrica Automobili e Stabilimenti Carrozzeria ihren Betrieb ein.