Riva

Italien

Der in Povolaro Dueville geborene Leonido Riva übernahm 1924 den Handwerksbetrieb seines Vaters Amelio und gründete die Carrozzeria Riva. Der väterliche Betrieb hatte sich auf den Bau und die Wartung von Kutschen spezialisiert, Riva erkannte, dass die Zukunft den Automobilen galt. Er widmete sich anfangs ausschließlich Nutzfahrzeugen, 1935 überredete ihn der Journalisten und Rennfahrer Giovannino Lurani Cemuschi einen Sportwagen zu konstruieren. Es entstand das Rekordfahrzeug Nibbio, dem einige Alfa Romeos und Ferraris folgten.

Riva verwendete bei seinen Konstruktionen den leichten Gilco Cattaneo-Rohrrahmen. Ein Teil der bekannten Alfa Romeo 2500 SS Cattaneo stammt nicht von Colli wie allgemein angenommen, sondern von Riva. Im September 1950 gewann ein Modell aus dem Hause Carrozzeria River beim Concours d'Elégance am Lido di Venezia einen Ehrenpreis.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte der Handwerksbetrieb, der nun auch unter dem Namen Mario Riva & Söhne arbeitete, Boote her. In 1950er Jahren änderte das Unternehmen sein Konzept und begann erneut mit der Produktion von Fahrzeugen. Bei dem ersten Nachkriegsmodell handelte es sich um einen Transporter auf Basis des Fiat 500 C. Bekannt wurde die Karosseriemanufaktur durch die Berlinetta Monza, die auf einem Fiat 1100 B basierte. Der Umschwung zum Karosseriebau verhalf der Firma zu großen Erfolgen, heute gehört die Carrozzeria Riva zu den führenden italienischen Herstellern. Ihren guten Ruf verdankt sie insbesondere der ausgezeichneten Verarbeitungsqualität, die sie schon früh zu einer Konkurrenz für die etablierten Unternehmen werden ließ.