Alfa Romeo Giulia T.I. Super

1963 - 1964

Alfa Romeo Giulia T.I. Super

Typ 105.16
Produktionszeitraum: 1963-1964

1964-Alfa-Romeo-Giulia-T-I-Super-595342-04

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Von der Straßenlimousine zum Rennwagen

Im Mai 1962 stellte Alfa Romeo im Park von Monza der Fachpresse die Giulia in der Straßenversion vor. Das mit einem Kamm-Heck versehene Fahrzeug war unter der Führung von Orazio Satta im Windkanal entstanden. Mithilfe von Wollfäden und Rußspray entwickelten die Ingenieure eine völlig neue, windschlüpfigere Linienführung. Daraus resultiert ein in den 1960er Jahren sensationeller cw-Wert von 0,34. Ein Jahr später begann die Rennsportgeschichte der Giulia TI Super. Für die Rennversion lichtete Alfa Romeo das Innenleben etwas aus und ersetzte die Trommelbremsen vorne durch Scheibenbremsen. Die durchgehende Sitzbank der Straßenlimousine musste zwei getrennten Schalensitzen weichen. Sowohl der Motorblock als auch der Zylinderkopf bestanden aus Aluminiumguss. Eine Doppelkette übernahm die Ventilsteuerung, ein Doppelvergaser unterstützte den Motor und gab dem Wagen seinen unverwechselbaren Sound. Zur Verbesserung der Straßenlage setzte Alfa Romeo zusätzlich obere Querlenker an der Vorderachse ein. Bei den Felgen kamen aus dem Flugzeugbau stammende extra leichte Magnesium-Aluminiumlegierungen zum Einsatz. 90 Kilogramm weniger Gewicht als die komfortable Limousine brachte die Giulia TI Super auf die Waage. Dem 1,6-Liter-Motor entlockten die Ingenieure 112 PS. Damit erreichte die sportliche Italienerin eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Alfa Romeo baute von dem Homologationsmodelle für den Motorsport 501 Fahrzeuge. Erwerben konnten die Rennwagen lediglich Privatrennfahrer.